

LexikonDegression
Degression bezeichnet den automatischen Rückgang von Kosten, Preisen oder Vergütungen über die Zeit.
In der Energiebranche, insbesondere bei Photovoltaik, Solarthermie und Windkraft, ist Degression ein zentrales Konzept. Sie beschreibt, dass die Vergütung für neu installierte Anlagen schrittweise sinkt, während die zugrunde liegenden Technologien effizienter und kostengünstiger werden.
Ziel der Degression ist es, technologische Innovation zu fördern, Kosten zu senken und Fördermechanismen an die wirtschaftliche Entwicklung anzupassen. Einfach ausgedrückt: Je besser und günstiger eine Technologie wird, desto geringer fällt die staatliche Förderung für neue Anlagen im Vergleich zu älteren Installationen aus. In Deutschland wird dies besonders im Zusammenhang mit der Degression PV Vergütung angewendet, also der schrittweisen Anpassung der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen.
Degression wird aus mehreren Gründen eingesetzt:
Technologien wie Solarmodule, Wechselrichter oder Speicher werden durch technischen Fortschritt und Massenproduktion kontinuierlich günstiger. Die Vergütung wird angepasst, um eine Überförderung zu vermeiden.
Sinkende Vergütungen motivieren Investoren, effizientere und kostengünstigere Lösungen zu wählen und Innovationen voranzutreiben.
Degression sorgt dafür, dass staatliche Mittel langfristig effizient eingesetzt werden und eine faire Verteilung zwischen älteren und neuen Projekten gewährleistet ist.
Degression kann in unterschiedlichen Formen auftreten:
Ein typisches Beispiel ist die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen:
Eine Anlage, die heute installiert wird, erhält eine geringere Vergütung pro kWh als eine Anlage, die vor einigen Jahren installiert wurde. Gleichzeitig sinken die Kosten für Module, Wechselrichter und Speicher, sodass Projekte weiterhin wirtschaftlich bleiben.
Eine Degression bringt Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich.

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